Prüfsysteme - VDE, EN, IEC, UL, CSA, KEMA

ETL Prüftechnik

Geschichte

1946 – Gründung des Einzelunternehmens "Elektrotechnisches Laboratorium“

Die Brüder Richard und Karl Baumann legen 1946 mit dem „Elektrotechnischen Laboratorium“ in Stuttgart den Grundstein für das heutige Unternehmen „ETL Prüftechnik GmbH“. Unternehmenszweck ist die Herstellung sowie der Vertrieb von mechanischen und thermischen Abmantelungsgeräten für Elektrokabel.

1948 – Windungsschlussprüfgeräte werden entwickelt und hergestellt

Die von ETL konzipierten Windungsschlussprüfgeräte erweisen sich als eine sichere, schnelle und kostengünstige Möglichkeit zur Beurteilung von Motorwicklungen.

1950 – die ersten Hochspannungsprüfgeräte sind in der Entwicklung

Die visionären Firmengründer erkennen auf der Hannover-Messe den Bedarf an Sicherheitsprüftechnik. Der Anstoß für die Entwicklung von Geräten zum Überprüfen der elektrischen Sicherheit elektrotechnischer Erzeugnisse ist gegeben und die ersten Hochspannungsgeräte aus der Baureihe UH erobern den Markt.
1951 – das Unternehmen zieht von Stuttgart nach Korntal

Die Hochspannungsprüfgeräte gehen in Serie – am neuen Standort in Korntal.
1953 – ein umfangreiches Programm von Sicherheitsprüfgeräten und Zubehör entsteht

ETL erweitert sein Produktangebot um Schutzleiterprüfgeräte, Isolationswiderstandsprüfgeräte, Ableitstromprüfgeräte, Funktionsprüfeinheiten und Ähnliche.
1958 – aus einfachen Prüfspitzen wird die Hochspannungsprüfpistole SAFIR

Die Prüfpistole SAFIR steht viele Jahrzehnte für Sicherheit und Handhabungserleichterung im Bereich der Endprüfung. Daneben dient sie dem VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.) als Vorlage zur Norm.

1967 – die Kombination macht´s – mehrere Prüfarten werden in einem Gerät gebündelt

Das Entwicklungsteam erkennt die Wichtigkeit von Automatisierung und Prozesssicherheit - was zur Konzeption und Herstellung der ersten Kombinationstester führt.

 

1972 – die Anforderungen an die Prozesssicherheit steigen kontinuierlich

Auf Grund der Automatisierung von Produktionsanlagen werden schnelle und reproduzierbare Abläufe immer wichtiger. Das Produkt soll möglichst nur einmal kontaktiert werden und die Prüfaufgaben müssen zunehmend automatisiert nacheinander ablaufen. Das heißt, aus einfachen Testgeräten wurden komplexe Prüfautomaten mit Verschaltungsmatrix.

1981 – der Automatisierungsgrad nimmt zu

ETL eröffnet einen eigenständigen Sonderbau für Prüfautomaten, Kontaktierungseinheiten und Handhabungstechnik.
1992 – ETL zählt inzwischen über 10.000 Kunden weltweit

Die Produkte und Geräte von ETL bewähren sich im internationalen Industrieeinsatz als besonders robust und langlebig, so dass ETL seine weltweite Marktposition noch stärker ausbauen kann.
Kunden der ETL Prüftechnik GmbH
2000 – Mathias Braunmiller übernimmt die Unternehmensführung

Nach 54 Jahren an der Spitze übergibt der Firmengründer und geschäftsführende Gesellschafter Richard Baumann die Unternehmensführung an Mathias Braunmiller. Der erfahrene Diplom-Ingenieur bringt 10 Jahre Know-How aus der Entwicklung von Steuergeräten für Automatikgetriebe aus dem Hause ZF Friedrichshafen AG mit.
2000 – Namenswechsel – ETL wird zur GmbH

Das bisher als „Elektrotechnisches Laboratorium“ bekannte Unternehmen firmiert zur „ETL Prüftechnik GmbH“ um.
2000 – ETL konzentriert sich auf seine Kernkompetenz „Sicherheitsprüfgeräte“

Der Bereich „Sicherheitsprüftechnik“ wird ausgebaut und um innovative Produkte bzw. Produktreihen erweitert.

2002 – Der modulare Kombitester ATS36 wird auf dem Markt eingeführt.

Der Kunde kann sich seinen Kombinationstester frei aus einer Vielzahl von Prüfmodulen konfigurieren. Es gibt nicht das Gerät, sondern den Baukasten ATS. Genauste Messtechnik, Datenmanagement, Schnittstellen alles inklusive.

2006 – ETL wird Q1-Lieferant der Deutschen Bahn AG

ETL beliefert die Deutsche Bahn AG, Privatbahnen, Wartungsbetriebe und alle führenden Bahnfahrzeughersteller wie Siemens, Bombardier, ALSTOM, Stadler u.v.m. mit Zweiteiligen Prüfanlagen bis 100 kV AC und 140 kV DC. Zweiteilige Prüfanlagen werden gleichermaßen bei der Materialprüfung z.B. von Kabeln eingesetzt.

2008 – Die neue Kombitesterfamilie ATS400 ist am Start

Die Modularität der Kombitester wird konsequent weitergeführt. Der Kunde wählt sein individuelles Gerät aus mehr als 30 verschiedenen Prüfmodulen und Schnittstellenvarianten aus. Darüberhinaus kann das Prüfsystem in 5 verschiedenen, frei wählbaren Bedienvarianten bzw. Bedienkonzepten geliefert werden – von der reinen Remote Variante bis zum PC-basierten System mit großem TFT und Touch.

Sollte später ein Prüfmodul fehlen ist auch das spätere Nachrüsten kein Problem.

VDE Prüfgerät ATS400 - X8

2011 – Auch komplexe Ableitsstromprüfaufgaben werden vollautomatisiert

Ob Berührungsstrommessung mit 1 MHz Spannungsmessgerät oder Schutzleiterstrommessung, externe 2. Quelle für Anwendungsteile, die normkonforme Ableitstromprüfungen nach VDE, EN und UL Normen können im Prüfplan einfach vorkonfiguriert werden und laufen am Prüfplatz pozesssicher und automatisch ab.

Alle gängigen Normen für die Medizintechnik und die Industrie werden dabei abgedeckt (EN/UL60601, EN60990, EN61010, EN/UL60335, EN60598, EN60950, EN60745, EN60065, EN61800, UL484, UL508, UL697, UL867, UL923 UL1026. UL1776, UL1963, UL1563).

Ableitstrommessung bis 1MHz - Medizin und Industrie

2013 – Die neue Hybridmatrix vervielfältigt kostengünstig Prüfpunkte

Die MATRIX-CARD im Standardkassetten-Format vervielfältigt die Messausgänge auf die gewünschte Anzahl von Prüfpunkten. Die Matrix ermöglicht ein automatisiertes Prüfen aller Messpunkte nach vorher festgelegtem Prüfplan. Es können beliebig viele MATRIX-CARDs kaskadiert werden, um die gewünschte Anzahl von Prüfpunkten zu realisieren.

Die MATRIX-CARDs sind auch als Schaltschrankvariante erhältlich.

ETL Prüftechnik - Matrix CARD

2015 – Wieder eine Innovative Funktion von ETL – 4 Leiter Widerstandsmessmodul im ATS400

Dank der Modularität der ATS400 Plattform konnte auch die Widerstandsmessung in 4 Leiter Technik (Kelvin Messung) als neues Prüfmodul entwickelt werden. Das R-Modul-DC4 hat einen Messbereich von 200 µΩ bis 2 MΩ, eine Auflösung bis 0,01 µΩ und eine Genauigkeit je nach Messbereich zwischen 0,4 und 1 %. Das R-Modul-DC4 hat eine automatische und eine manuelle Messbereichsauswahl und ist auch für Messungen an induktiven und kapazitiven Prüflingen bestens geeignet. Die Möglichkeit das Modul mit der ETL Hybrid-Schaltmatrix zu kombinieren ermöglicht ein Höchstmaß an Flexibilität.

4-Leiter Widerstandsmessung